Mittwoch, 16. April 2014

Bilder

Wer weiß wie weit Kisumu von der Nordhalbkugel entfernt ist??

Schwarzwälder Kirschtorte in Kenia..logisch, dass die mal probiert werden muss :D

Der Viktoriabarsch hat sich von uns nur Lob verdient, mit Ugali und sukuma wiki. Ein Traum :)

Montag, 14. April 2014

Wamefika Kenya salama

Hallo liebe Leser,

Seit Freitag ist meine Familie nun schön in Kenia, und wir haben schön einiges erlebt. Es ist total schön sie wieder zu sehen und ihnen alles zu zeigen!!

Ganz besonders toll war natürlich auch, dass sie mir Brot und Käse und eine Brezel mitgebracht haben :D gibt es etwas besseres? ;)

Am Samstag haben wir zuerst einmal Nairobi erkundet. Wir waren auf dem Masaai Markt, im Uhuru Park und auf einem Turm, von dem aus man die ganze Stadt überblicken kann.

Es ist total interessant zu sehen, was den anderen auffällt und mir schon lange nicht mehr.
In Nairobi waren sie vor allem vom (sehr chaotischen) Verkehr sehr überrascht, und davon, dass auf den Straßen Tag und Nacht Leben war.

Am Sonntag sind wir dann nach Migori und in mein Projekt gefahren. Es war für mich sehr schön, ihnen zu zeigen wie ich lebe. Es hat ihnen sehr gut gefallen, auch wenn sie es sich anders vorgestellt hatten. Sie waren glaube ich positiv überrascht.

Wir haben mit den Kindern gespielt, gesungen und sind in der Natur gelaufen. Die Kids haben den Besuch sehr genossen und sich sehr über die neuen schultaschen und den Inhalt gefreut. :)

Heute gehen wir erst an die tansanianische Grenze um Stoffe zu shoppen und fahren dann weiter an den Viktoriasee.

Die erste Fahrt für sie in einem Matatu war auch sehr lustig. Matatus sind für 14 Personen. In unseres wurden aber 21 gequetscht, von denen 2 noch halb aus der Tür heraus hingen. Hier in Kenia ganz normal, aber für meine Familie doch eher ungewohnt :D

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!
Liebe Grüße
Stefanie

Freitag, 28. März 2014

Zeit



Hallo liebe Blogleser!

Seit langem lasse ich heute mal wieder von mir hören. Seit ich das letzte Mal geschrieben habe ist über ein Monat vergangen. Sybille, eine ehemalige Freiwillige des Happy Home hat uns in der Zwischenzeit eine Woche lang besucht, und die Kinder damit überrascht. Ich war die Einzige, die im Voraus wusste, dass sie kommen wird. Meine kenianische Kontaktperson hatte die Verbindung hergestellt. 

Gleich im Anschluss daran hat mich Jana eine Woche lang besucht. Da sie in Nairobi in einem Projekt ist, ist das Leben auf dem Land natürlich etwas ganz anderes. Aber ich glaube es hat ihr gefallen und es war richtig toll ihr zu zeigen, wie ich hier lebe, und einfach mal jemanden da zu haben und zu quatschen. 

Am ersten März war ich mit meinen Kids auf einem Kirchentag in einem Collage. Die Veranstalter waren SDA und wir haben zusammen den Sabbat gefeiert. Ging von morgens um 8 bis abends um 5. Da ich größtenteils nichts verstanden habe war es teilweise ziemlich anstrengend sich zu konzentrieren, aber es war trotzdem ein toller Tag, vor allem die Kinder haben den Ausflug sehr genossen. Sonst kommen sie eigentlich nie in die Stadt.
Was mich dann aber doch ein bisschen schockiert hat war der Zeitpunkt, an dem die Kids auf die Bühne gerufen worden um sich aufzustellen. Dann durfte sich jeder Erwachsene aus der Kirche (der wollte) ein Kind aussuchen und war jetzt quasi der „Vater“ die „Mutter“. Ich weiß nicht so recht, wie die Kinder sich auf der Bühne gefühlt haben. Den Rest des Tages saßen sie dann bei ihren „Eltern“. Am Ende haben sie Seife, Klopapier, Stifte, Süßigkeiten und Kleider bekommen.

Das ganze findet wohl immer zwei Mal im Jahr statt. Einmal in der Kirche, und einmal im Kinderheim. Die Kinder haben die Abwechslung genossen und einige „Eltern“ besuchen ihre Kinder sogar manchmal hier. Für mich hat das ganze aber bei manchen ein bisschen gewirkt wie „die gute Tat am Samstag..“

Seit dem hatte ich eigentlich nur Alltag im Happy Home. In der Schule finde ich mich mittlerweile sehr gut zurecht, ich springe immer da ein, wo gerade ein Lehrer fehlt und wiederhole die Themen oder bringe neue Themen bei.

Mitte März mussten wir verbliebenen Freiwilligen dann mal wieder nach Nairobi um unsere Spezialpässe zu bekommen. Als wir im Februar da waren hatte ich eigentlich gehofft  bis April in Stella sein zu können, aber so musste ich eben wieder einmal die lange Fahrt nach Nairobi auf mich nehmen. Wir haben nun ein Visum und eine Arbeitserlaubnis bekommen, leider nur für einen Monat. Danach müssten eigentlich wir das endgültige Visum bis August bekommen. Trotz dass ich eigentlich nicht nach Nairobi wollte war es dann richtig schön dort. Sich wieder mit den anderen Freiwilligen zu treffen, und ein bisschen Stadtleben zu genießen nach einem Monat Abgeschiedenheit im Dorf.

Jetzt ist schon Ende März, das heißt ich bin seit knapp 8 Monaten in Kenia. WAHNSINN!!! Und habe aber auch nur noch ein bisschen mehr als vier Monate vor mir. Die Zeit vergeht so schnell.. Heute in 2 Wochen kommen meine Eltern und meine Brüder zu Besuch. Ich bin total gespannt was sie zu Kenia sagen werden, was ihnen auffällt und mir schon nicht mehr.. und wenn sie nach 2 Wochen wieder gehen ist schon Ende April.. Ich komme da noch nicht drauf klar, dass die Zeit so unglaublich schnell verfliegt.

Ich wünsche allen eine gute Zeit und schön weiterhin auf meinem Blog vorbeischauen ;)
Liebe Grüße
Steffi!

Dienstag, 18. Februar 2014

nummer drei an einem Tag

Hallo ihr Lieben!
heute gibt es gleich drei neue Blogeintraege von mir :)
Das Erste war das weltwaerts Halbjahresbericht an den ICJA, den ihr natuerlich auch lesen duerft ;)
dann dachte ich, es ist mal wieder Zeit fuer ein paar Bilder. Da ich gerade im Internetcaffe bin, konnte ich sie endlich hochladen.

Jetzt noch ein paar direkte Worte an euch. Ich moechte mich endlich ganz persoenlich dafuer bedanken, dass viele von euch Muetzen von Mama gekauft haben, und somit das Happy Home unterstuetzt haben. Ein grosses Dankeschoen an alle, die etwas gespendet haben! Es ist eine tolle Summe Geld zusammen gekommen, die wir gut nutzen koennen hier. Einen Teil des Geldes haben wir schon verwendet, um Schulschuhe fuer die Kinder zu kaufen. (siehe Bild) Sie mussten bisher barfuss, oder in alten schlechten Schuhen zur Schule. Jetzt hat jedes Kind ein neues  Paar Schuhe fuer die Schule. (gebraucht vom Markt gekauft, aber in sehr gutem Zustand) Wir hatten eine sehr witzige, originelle Art diese Schuhe zu kaufen, denn  wir konnten nicht mit den 30 Kindern in die Stadt fahren. Das waere schon vom Transportgeld nicht moeglich gewesen, ausserdem hatten sie Unterricht.
Also, wir haben am Abend vor dem Einkauf Stoecke aus dem Garten geholt. Dann hat jedes Kind einen Stock in seiner Fusslaenge zurecht geschnitten. Ich bin dann am naechsten Tag  mit 30 Stoecken in die Stadt gefahren und habe sie in die Schuhe gesteckt. Hatte es gepasst, haben wir den Schuh mitgenommen :D

So hatte dann am Ende jedes Kind einen passenden Schulschuh. Ich bin sehr dankbar dafuer, dass Mama so viele Muetzen gemacht hat und genauso toll finde ich es, dass so viele gekauft wurden! Mit dem restlichen Geld werde ich etwas auf die Beine stellen, was laenger zur Verfuegung stehen wird. Was genau ist noch nicht ganz entschieden.

So, jetzt noch eine etwas schlechte Nachricht. Hier in der Gegend hat es seit langer Zeit nicht mehr geregnet. Die Trinkwassertonnen im Heim sind leer und auch der Brunnen hat kaum noch Wasser. Deshalb muessen die Kinder jetzt schon um vier Uhr morgens aufstehen, um Wasser zu beschaffen fuer den ganzen Tag. Viele von ihnen klagen auch schon ueber Kopfschmerzen, weil es einfach nichts mehr zu trinken gibt. Zudem ist es halt so heiss hier. Wir hoffen alle auf baldigen Regen. In Nairobi regnet es unfairerweise taeglich in letzter Zeit.

Ganz liebe Gruesse und vielen Dank fuers Lesen,
aus dem sonnigen,trockenen und heissen Migori!
Eure Steffi